Desone Modulare Akustik
Ingenieurgesellschaft für Schalltechnik mbH
Buchholzer Straße 63D, D-13156 Berlin
+49.(0)30.694 45 13

Verweildauer

Unter der Annahme einer vollkommen unbelüfteten Kabine (d.h. wenn auch die Wirkung der Standard-Passivbelüftung nicht berücksichtigt wird) lässt sich folgendes, rechnerisches Gedankenexperiment anstellen:

Bei mittelschwerer körperlicher Betätigung, d.h. zum Beispiel kontinuierlichem, deutlichem Sprechen (wie etwa bei einer Sprachaufnahme) oder dem Spielen eines Saxofons, atmet ein erwachsener Mensch etwa 30 l/h CO2 aus - dies entspricht einer Masse von 60 g/h oder 1 g/min. Mit einem MAK-Wert von 9000 mg/m3 als Grenzwert und einer CO2-Anfangskonzentration von 1000 mg/m3 in der Kabine könnten also 8000 mg/m3 CO2 erzeugt werden, bis der MAK-Grenzwert erreicht wäre und eine kurze Belüftung der Kabine erfolgen sollte.

Unter der Annahme einer Innenhöhe von 2 m (bei größeren Kabinen ab Größe F dann 2,4 m) würden sich die in der folgenden Tabelle dargestellten Verweildauern bis zur ersten Lüftung der Kabine ergeben.

Mit diesem Rechenbeispiel können die Erkenntnisse der Messungen anschaulich zusammen gefasst werden:

- Bei einer üblichen Belegung ist es sinnvoll, eine Kabine ohne Aktivlüftung
  nach halbstündiger Benutzung kurz durchzulüften. Ein dauerhafter,
  mehrstündiger Aufenthalt in einer Kabine ohne jegliche Lüftungspause
  und ohne den Betrieb eines elektrischen Lüfters ist nicht möglich und
  kann zu Gesundheitsbeeinträchtigungen führen!

- Bei größeren Kabinen verlängert sich bei gleicher Personenanzahl die
  Verweildauer bis zur ersten Durchlüftung.

- Bei eingeschalteter, aktiver Lüftung ist ein dauerhafter Aufenthalt ohne
  Lüftungspausen möglich.